Elektrikerverzeichnis

Glossar zur Elektroinstallation

Das Glossar erklärt in einfachen Worten Begriffe, die Ihnen beim Elektriker, im Angebot oder bei der Prüfung Ihrer Elektroanlage begegnen. Jede Erklärung beginnt mit ein bis zwei Sätzen und nennt danach ihre Quelle.

10 Begriffe

Meisterpflicht im Elektrotechniker-Handwerk

Die Meisterpflicht bedeutet: Wer einen Elektrobetrieb selbstständig führt, braucht dafür in der Regel den Meisterbrief oder eine gleichwertige Qualifikation. Das Elektrotechniker-Handwerk gehört zu den zulassungspflichtigen Handwerken, gelistet als Nummer 25 in Anlage A der Handwerksordnung. Für dieses Verzeichnis heißt das: Ein Eintrag hier bestätigt nicht automatisch, dass der Betrieb diese Qualifikation hat.

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Handwerksrolle

Die Handwerksrolle ist ein Verzeichnis bei der Handwerkskammer. Jeder Betrieb eines zulassungspflichtigen Handwerks wie der Elektrotechnik muss dort eingetragen sein, bevor er arbeiten darf. Die Eintragung setzt meist den Meisterbrief voraus und kommt vor der Gewerbeanmeldung.

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Innung und Handwerkskammer

Die Handwerkskammer ist die Pflichtorganisation für alle Handwerksbetriebe einer Region. Sie führt die Handwerksrolle. Die Elektro-Innung dagegen ist ein freiwilliger Fachverband, meist organisiert über den Bundesverband ZVEH, mit eigener Qualitätssicherung und Ausbildungsarbeit.

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Elektrofachkraft

Eine Elektrofachkraft ist keine geschützte Berufsbezeichnung, sondern eine Qualifikation: Ausbildung, Fachwissen und Erfahrung reichen aus, um Arbeiten an elektrischen Anlagen sicher zu beurteilen und selbst auszuführen. Nur eine Elektrofachkraft darf bestimmte Arbeiten an aktiven Anlagen durchführen, etwa den Einbau eines Zählerschranks oder einer Ladestation.

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Kostenvoranschlag

Ein Kostenvoranschlag ist eine Schätzung der Kosten, keine Preisgarantie. Der Handwerker sagt Ihnen damit ungefähr, was die Arbeit kostet, rechtlich bindend ist der Betrag aber nicht (§ 649 BGB). Weicht die spätere Rechnung deutlich davon ab, muss der Betrieb das rechtzeitig melden.

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Festpreis bei Notdiensten

Ein Festpreis ist ein fester Gesamtpreis für die ganze Reparatur, inklusive Anfahrt und möglicher Zuschläge. Er wird vor Arbeitsbeginn schriftlich vereinbart. Verbraucherzentralen empfehlen ihn ausdrücklich, weil er vor überteuerten Notdiensteinsätzen schützt, etwa bei einem nächtlichen Stromausfall.

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Gewährleistung bei Elektroinstallationen

Eine Gewährleistungsfrist ist die Zeit, in der ein Handwerker Mängel noch kostenlos beheben muss. Für eine Elektroinstallation, die fest mit Ihrem Gebäude verbunden ist, sind das fünf Jahre (§ 634a BGB). Wurde die VOB/B wirksam vereinbart, sind es nur vier Jahre.

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E-Check

Der E-Check ist eine Sicherheitsprüfung Ihrer elektrischen Anlage oder Ihrer Geräte durch eine Elektrofachkraft, nach den Regeln der Technik im VDE. E-Check ist eine eingetragene Marke des Elektrohandwerks, kein gesetzlich vorgeschriebenes Prüfsiegel mit einheitlichem Namen.

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Zählerschrank und DIN VDE 0100-722

Die Norm DIN VDE 0100-722 regelt, wie eine Ladestation für Elektroautos sicher an Ihren Zählerschrank angeschlossen wird. Jede Ladestation braucht einen eigenen Stromkreis mit eigener Sicherung und eigenem Fehlerstromschutz.

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FI-Schalter Typ A oder Typ B

Ein FI-Schalter, auch RCD genannt, schaltet den Strom sofort ab, wenn er einen Fehlerstrom bemerkt, zum Beispiel wenn Strom über einen Menschen statt durch die Leitung fließt. Der Typ A erkennt Wechsel- und pulsierende Gleichfehlerströme und reicht für klassische Hausinstallationen. Der Typ B erkennt zusätzlich glatte Gleichfehlerströme, wie sie moderne Wallboxen und Photovoltaik-Wechselrichter erzeugen können.

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