Elektrikerverzeichnis

Ratgeber

Was die Elektroinstallation im Neubau kostet

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Was die Elektroinstallation im Neubau kostet, bestimmt vor allem die Ausstattungsstufe, die Sie mit dem Betrieb vereinbaren. Ein Wohnzimmer über 20 Quadratmeter bekommt bei der Mindestausstattung 5 Steckdosen, bei der höchsten Stufe ohne Smart Home 13. Elektroinstallationen sind zuletzt binnen eines Jahres um 6,4 Prozent teurer geworden. Eine amtliche Preisstatistik gibt es nicht.

Steckdosen im Wohnzimmer über 20 Quadratmeter
5 bis 13, je nach Stufe
HEA, RAL-RG 678, Elektrische Anlagen in Wohngebäuden (Ausgabe Februar 2023), Stand 1. Februar 2023
Stromkreise für Licht und Steckdosen
3 bis 7 bei Stufe 1, je nach Wohnfläche
HEA, RAL-RG 678, Elektrische Anlagen in Wohngebäuden (Ausgabe Februar 2023), Stand 1. Februar 2023
Preisanstieg Elektroinstallation im Neubau
plus 6,4 Prozent gegenüber Vorjahr
Statistisches Bundesamt (Destatis), Baupreise für Wohngebäude Mai 2026, Stand 1. Mai 2026
Rohbau eines Hauses mit Leerrohren und Kabeln in den unverputzten Wänden
Der Rohbau eines Hauses, in dessen Wänden schon die Leerrohre für die Elektrik liegen. Bild: KI generiert.

Warum es keinen Festpreis für die Elektroinstallation gibt

Eine amtliche Preisstatistik für die Elektroinstallation im Neubau gibt es nicht, weder beim Statistischen Bundesamt noch bei den Handwerkskammern. Der Preis hängt von vielen Einzelheiten ab, vor allem von der Wohnfläche, der Zahl der Räume und Stromkreise und der gewählten Ausstattungsstufe.

Verlassen Sie sich deshalb nicht auf eine Hausnummer aus dem Bekanntenkreis. Zwei gleich große Neubauten können bei der Elektrik weit auseinanderliegen, wenn einer nur die Mindestausstattung bekommt und der andere zusätzlich Leerrohre für ein späteres Smart Home.

Dazu steigen die Preise. Laut Statistischem Bundesamt lagen die Preise für Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnik beim Neubau von Wohngebäuden im Mai 2026 um 6,4 Prozent über dem Vorjahr. Der Neubau insgesamt verteuerte sich um 5,0 Prozent. Ein altes Angebot ist deshalb keine verlässliche Grundlage mehr.

Welche Ausstattungsstufe bestimmt den Preis?

Für die Planung gibt es eine Richtlinie der Elektrobranche, die RAL-RG 678. Die Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung (HEA) gibt sie heraus. Sie baut auf der Norm für Elektroanlagen in Wohnungen auf, die eine Mindestausstattung festlegt, und ergänzt zwei höhere Stufen. Dazu kommen drei Plus-Stufen für Smart Home.

  • Stufe 1 mit einem Stern ist die Mindestausstattung nach der Norm.
  • Stufe 2 mit zwei Sternen ist die Standardausstattung.
  • Stufe 3 mit drei Sternen ist die Komfortausstattung, die höchste Stufe ohne Smart Home.
  • Stufe 1 plus bereitet Smart Home nur vor, mit Leerrohren, Datenleitungen und Reserveplätzen im Verteiler.
  • Stufe 2 plus führt zusätzlich die Funktionen mindestens eines Bereichs aus, etwa Beleuchtung oder Sonnenschutz.
  • Stufe 3 plus führt die Funktionen von mindestens zwei Bereichen aus.

Je höher die Stufe, desto mehr Material und Arbeitszeit stecken in der Installation. Vereinbaren Sie die Stufe deshalb schriftlich mit dem Betrieb. Ein Wort wie Standardausstattung versteht jeder Betrieb anders.

Wie viele Steckdosen und Stromkreise sieht jede Stufe vor?

Ein Wohnzimmer über 20 Quadratmeter bekommt bei Stufe 1 fünf allgemeine Steckdosen, bei Stufe 2 elf und bei Stufe 3 dreizehn. Ein Schlafzimmer über 16 Quadratmeter kommt auf 8, 11 und 13 Steckdosen, eine Küche auf 3, 3 und 5, ein Bad auf 2, 4 und 5.

Allgemeine Steckdosen je Raum und Stufe nach der Richtlinie RAL-RG 678, ohne die Steckdosen an der Küchenarbeitsfläche und ohne Anschlüsse für Netzwerk und Antenne.
RaumStufe 1Stufe 2Stufe 3
Wohnzimmer über 20 Quadratmeter51113
Schlafzimmer über 16 Quadratmeter81113
Küche335
Bad245

Auch die Zahl der Stromkreise wächst mit der Stufe. Bei Stufe 1 reichen für Licht und Steckdosen 3 Stromkreise in einer Wohnung bis 50 Quadratmeter und 7 in einer Wohnung über 125 Quadratmeter. Ab Stufe 2 sieht die Richtlinie für die meisten Räume einen eigenen Stromkreis vor. Herd, Geschirrspüler und Waschmaschine bekommen jeweils zusätzlich einen eigenen Stromkreis.

Dass Steckdosen im Neubau knapp werden können, zeigt eine Befragung des Herstellerverbands ZVEI von 2015. Ein großer Teil der Gebäude erreicht die Mindestausstattung der damaligen Norm nicht, auch bei Gebäuden ab Baujahr 2006. In rund 80 Prozent der Wohnzimmer gleichen Mehrfachstecker den Mangel aus. Prüfen Sie deshalb die Zahl der Steckdosen je Raum im Angebot.

Was gehört noch zur Elektroinstallation, das leicht vergessen wird?

Prüfen Sie im Angebot, ob diese Posten vorkommen.

  • Leerrohr und Absicherung für eine spätere Wallbox in Garage oder Carport, auch wenn das E-Auto erst in einigen Jahren kommt.
  • Ein Zählerschrank mit freien Plätzen für Wärmepumpe, Photovoltaik oder einen digitalen Stromzähler.
  • Netzwerkdosen in den wichtigsten Räumen statt WLAN in jeder Ecke.
  • Ein Stromkreisverteiler mit Reserveplätzen. Die Richtlinie verlangt in Wohnungen mit mehreren Räumen mindestens vier Reihen.
  • Außensteckdosen für Garten, Terrasse und Carport.

Wer sein Haus später zum Smart Home ausbauen will, plant Leerrohre und einen größeren Verteiler am besten schon im Rohbau ein. Danach lassen sich Leitungen nur noch mit Stemmarbeiten nachziehen.

Was Sie vor dem Angebotsvergleich klären sollten

  1. Legen Sie die Ausstattungsstufe nach der Richtlinie RAL-RG 678 schriftlich fest, bevor Sie Angebote einholen.
  2. Geben Sie allen Betrieben denselben Grundriss mit derselben Raumliste.
  3. Verlangen Sie Einzelposten je Raum oder Funktionsbereich, nicht nur eine Endsumme.
  4. Fragen Sie nach dem Zeitpunkt der Rohinstallation. Sie muss vor dem Innenputz fertig sein, spätere Änderungen sind aufwendig.
  5. Klären Sie Reserveplätze im Verteiler und Leerrohre für Wallbox und Smart Home schon jetzt, nicht erst beim Einzug.

Häufige Fragen

Was kostet die Elektroinstallation in einem Einfamilienhaus im Neubau?

Eine amtliche Preisstatistik dafür gibt es nicht. Der Preis hängt vor allem von der vereinbarten Ausstattungsstufe, der Zahl der Räume und der Zahl der Stromkreise ab. Verlangen Sie deshalb ein Angebot mit Einzelposten für Ihren Grundriss, statt sich auf eine Hausnummer zu verlassen.

Was ist der Unterschied zwischen Standardausstattung und Komfortausstattung bei der Elektroinstallation?

Die Standardausstattung ist die Stufe 2 der Richtlinie RAL-RG 678 und hat mehr Steckdosen und Stromkreise als die Mindestausstattung. Die Komfortausstattung ist die Stufe 3, die höchste Stufe ohne Smart Home. Ein Wohnzimmer über 20 Quadratmeter bekommt bei Stufe 2 elf und bei Stufe 3 dreizehn allgemeine Steckdosen.

Warum sollten Bauherren die Smart-Home-Vorbereitung schon im Rohbau einplanen?

Leerrohre und Datenleitungen lassen sich im Rohbau günstig neben den Stromleitungen verlegen. In bewohnten Räumen müssen dafür später Wände geöffnet werden. Planen Sie deshalb mindestens die Stufe 1 plus ein, auch wenn Sie die Funktionen erst später nutzen.

Wie viele Steckdosen braucht ein Neubau mindestens?

Das hängt vom Raum und von der Ausstattungsstufe ab. Ein Wohnzimmer über 20 Quadratmeter bekommt bei der Mindestausstattung nach der Richtlinie RAL-RG 678 fünf allgemeine Steckdosen, ein Bad zwei. Lassen Sie sich die Zahl je Raum vom Betrieb schriftlich bestätigen.

Warum ist ein altes Angebot für die Elektroinstallation im Neubau keine verlässliche Grundlage mehr?

Die Preise für Elektroinstallationen im Neubau lagen laut Statistischem Bundesamt im Mai 2026 um 6,4 Prozent über dem Vorjahr, stärker als die Baupreise insgesamt mit 5,0 Prozent. Ein Angebot von vor einem Jahr liegt deshalb wahrscheinlich unter den heutigen Kosten. Holen Sie für eine verlässliche Kalkulation eine aktuelle Anfrage ein.

Muss ich beim Neubau einen Kostenanteil für den Netzausbau an den Netzbetreiber zahlen?

Nur wenn Sie mehr als 30 Kilowatt Leistung anfordern und der Netzbetreiber sein Netz dafür ausbauen muss. Dann darf er Sie am Teil über 30 Kilowatt beteiligen, höchstens mit der Hälfte der Ausbaukosten. Klären Sie das bei mehreren großen Verbrauchern früh mit dem Netzbetreiber.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. RAL-RG 678: Elektrische Anlagen in Wohngebäuden, Anforderungen (Ausgabe Februar 2023), HEA Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V.,
  2. Baupreise für Wohngebäude im Mai 2026: +5,0 % gegenüber Mai 2025 (Elektro-, Sicherheits- und informationstechnische Anlagen: +6,4 %), Statistisches Bundesamt (Destatis),
  3. Kurzfassung des ZVEI zur Studie: Zustandserhebung elektrischer Anlagen für Gebäude (Oktober 2015), ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.,
  4. § 11 NAV, Baukostenzuschüsse (Höchstgrenze 50 Prozent, nur für den Teil über 30 kW), Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,

Einsatz von Sprachmodellen

Sprachmodelle (Claude Sonnet und Claude Opus) haben die wiederkehrenden Sätze der Ortsseiten und Betriebsseiten formuliert, die Ratgeberartikel und das Glossar mitgeschrieben, Quellen gesucht und die Texte des Werkzeugs E-Check-Prüffrist und des Wallbox-Kostenrechners verfasst. Die Bilder der Startseite und der Ratgeber hat ein Bildmodell erzeugt (Gemini 2.5 Flash Image über Eden AI), jedes ist als KI-Bild gekennzeichnet. Name, Anschrift und Kontaktdaten der einzelnen Betriebe stammen unverändert aus den genannten Quellen und werden nicht von einem Modell erzeugt oder ergänzt.

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Stand dieser Angaben: 26. September 2026.